Kontaktlinsen von der Steuer absetzen

Kontaktlinsen und ihre Pflegemittel sind grunstäzlich von der Steuer absetzbar, wenn man sie als Ausgaben für die Gesundheit angibt. Übernimmt die Krankenkasse oder die Versicherung die Kosten nicht bereits, hat jeder Bürger das Recht, sie als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung einzutragen. Das Finanzamt ist dazu verpflichtet, notwendige Ausgaben für die Gesundheit in unbegrenzter Höhe zu berücksichtigen und somit können alle Kosten, die den vorgeschriebenen Eigenanteil übersteigen, angesetzt werden, wenn sie noch nicht als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend gemacht wurden. Die zumutbare Belastung, die jeder Bürger selbst zu tragen hat, errechnet sich aus dem jeweiligen Gesamteinkommen, Familienstand und der Kinderanzahl.

Selbstverständlich erwartet das Finanzamt gewisse Nachweise für die angesetzten Kosten, wenn sie als außergewöhnliche Belastungen eingetragen sind. Rechnungen, Quittungen und sonstige Zahlungsbelege sollten in jedem Fall der Steuererklärung beigefügt werden oder der Steuerpflichtige nutzt zum Nachweis ein Quittungsheft der Apotheke, in dem die Ausgaben eingetragen werden. Handelt es sich um rezeptfreie Kontaktlinsen, muss allerdings ein ärztlicher Nachweis erbracht sein, um die medizinische Notwendigkeit zu belegen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine gewisse Stärke benötigt wird, die als Brille aufgrund des Gewichts auf der Nase eindeutig nicht mehr tragbar wäre. Wer allerdings farbige Kontaktlinsen benutzt, um die Augen attraktiver zu gestalten, wird diese in der Steuererklärung nicht absetzen können.

Da auch Optiker die Veränderungen der Sehstärke feststellen und nachweisen können, reicht ein hier ausgestellter Beleg völlig aus. Allerdings wird ein vorheriger, einmaliger Besuch beim Augenarzt gefordert. Wer also zum ersten Mal Kontaktlinsen erwerben möchte, muss einmal den Arzt konsultiert haben.

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